10 Records Worth To Die For: #242 mit Sarah Hanf (Fuel’n’Stuff / Jessie’s Death Girls)

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Sarah Hanf spielt bei der hessischen Action-Rock-Band Fuel’n’Stuff und der Coverband Jessie’s Death Girls Gitarre. Manche kennen sie aber auch aus der Spendenspruch-Kategorie im Musikpodcast Gear Of The Dark, denn dort schildert sie gerne Mal ihre Tourerlebnisse.
Wenn Sarah nicht selbst auf der Bühne steht, dann steht sie auch öfters bei Knife am Merchandise. Nun hat sie bei uns ihre zehn Minuten um zehn Platten vorzustellen. Gesetzlos wie sie ist wurden es aber elf Platten. Sie lebt dieses Rock“n’Roll-Ding einfach zu 100 Prozent.

1Meat Loaf – Bat Out Of Hell

Meine erste große Liebe. In meiner Kindheit musste mir mein Papa die Platte damals von LP auf Kassette überspielen, CD-Player hatten wir längst noch einen. Die Kassette habe ich immer noch. Die habe ich rauf und runter gehört und dabei stundenlang verliebt das Platten-Inlay angeschaut.

2Avril Lavigne – Let Go

Keine andere Platte hat mich wahrscheinlich in meiner persönlichen Entwicklung so signifikant beeinflusst. Ein Teenager-Mädchen mit einem Skateboard, einer Band und einer Gitarre – alles, was ich jemals sein wollte. Das meiste davon hält bis heute, bis auf das mit dem Skaten, das habe ich aufgegben 😉 Bevor ich Shows spiele schaue ich mir immer noch Avril-Videos an, sie gibt mir die nötige Power.

3Slipknot – Selftitled

DAS Album meiner Jugend. Endlich ein Ventil für meine Wut, meinen Hass und meine Zerrissenheit. Niemand auf der Welt hatte mich so gut verstanden wie Corey 😉

4ACDC – High Voltage (Int. Version)

Die Wiege des Lebens – drei Akkorde, Riffs die schneiden wie eine Rasierklinge, ein schnurstracks, sich durch nichts beirren lassendes Schlagzeug und eine Stimme, die den Tod längst überlebt hat. „It`s harder than it looks – It`s a long way to the top if you wanna Rock`n`Roll.” – der Soundtrack meines Lebens (und vieler Gleichgesinnten). Malcolm Young, forever mein Rhythmusgitarren-Vorbild.

5Machine Head – The Blackening

Ein weiterer Meilenstein aus der „Nu_Metal“-Ära. Das Machine Head Überalbum. Kann irgendjemand „Halo“ hören ohne Gänsehaut zu bekommen? Die… Riffs und Robs sämtliche Spektren abdeckenden Vocals nehmen einen an die Hand und mit auf eine Reise durch verschiedenste Emotionen – wütende Thrash-Metal-Parts, nachdenkliche, drückende Abschnitte (?), und am Ende zwei Coversongs, denen in aller Würde Tribut gezollt wird.

6Metallica – Ride The Lightning

Die schwerste Entscheidung – Morgen würde ich wahrscheinlich schon ein anderes Metallica-Album nennen. Ich liebe sie tatsächlich alle – auch Load und Reload, meiner Meinung nach zwei leider völlig unterschätzte Werke. Aber ich kann den Standpunkt der Gegenseite zumindest nachvollziehen 😉 Mit „For Whom The Bell Tolls“ einer der allerersten Songs, den ich im Proberaum mit meiner ersten Band gespielt habe. Im Prinzip, die Wiege für all das was ich im vorangegangenen Album beschrieben habe.

7The Hellacopters – High Visibility

Der spätere größte Impact. Ich wollte nicht mehr nur Avril sein, ich wollte nun Nicke Andersson sein. Meine weiße Gibson SG habe ich ja nicht von ungefähr 😉 Unglaubliches Songwriting, feinschnittige Riffs, und was eine Bühnenpräsenz. Und wie bitte können Gitarren mit so wenig Gain so viel Rock`n`Roll versprühen?
„I should do it but I don`t,… I just want to hear my music when you`re playing your songs.” – mein Punkrockherz schlägt Purzelbäume.

8The Earwix – Eating Rats

Die lokale Band mit dem größten Einfluss auf all uns Kinder vom Dorf. Bei den Earwix haben wir unsere ersten Konzerte erlebt, Beziehungen und Freundschaften wurden geschlossen und \ oder gebrochen (auch mehrmals an einem Abend), Alkohol wurde auf seine Tauglichkeit getetstet, und vor allem: erste eigene Bands wurden gegründet. Durch Bands wie The Earwix wurde uns klar, dass das, was wir nur von Konzert-DVDs kannten, auch selbst umsetzbar ist. Man kann eine Band gründen, sich auf eine Bühne stellen (die meist ebenerdig war), und Menschen entertainen. Das war bis Dato in unseren Köpfen nur Größen wie Metallica vorbehalten. Ohne The Earwix wären wir vielleicht für immer „nur“ Zuschauer*innen geblieben. Sie haben uns die Vision und den Mut gegeben, selbst Musik zu machen und Rockshows auf die Beine zu stellen, und auch an uns selbst zu glauben.

9Magnum – Vigilante

Auch so ein Album aus meiner Kindheit (Credits gehen an Papa). Viele Jahre war es dann vergessen, bis ich es vor einiger Zeit als Picture-LP auf einem Flohmarkt wiederentdeckt und mich direkt wieder verliebt habe. Außerdem hat es mit Abstand das schönste Plattencover das ich mir vorstellen kann.

10Helloween – Keeper Of The Seven Keys Pt. 1

Die B-Seite meiner Meat Loaf Kassette. Der Grundstein für meine Liebe zum Heavy Metal war gelegt. Leider gab es abgesehen von “Hörzu” keine Zeitschriften in unserem Haushalt, daher musste ich mir meine Helloween-Poster selbst malen und aufhängen. Kürbisse kann ich von daher immer noch aus dem Stehgreif nahezu perfekt malen, aber an so manchen Riffs arbeite ich noch 😉

11Gary Moore – Wild Frontier

Wie sollte ich als Gitarristin meinen guten Freund Gary nicht in meine Liste aufnehmen können? Eigentlich unverschämt, dass man so spielen kann und gleichzeitig mit dieser Stimme gesegnet ist. Die Platte ist auch gleichzeitig mein Tribut an Thin Lizzy, die leider keinen Platz mehr in dieser Liste gefunden hatten (Warum durfte ich eigentlich nicht meine 100 statt zehn liebsten Alben machen?).

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