Four Year Strong sind zurück und servieren uns am 28. Februar 2020 ihren neuesten Output. Der hört auf den Titel Brain Pain und erscheint über das kalifornische Independent-Label Pure Noise Records. Nach einem kurzen Ausritt in die Akustik-Gefilde auf Some of you will like this, some of you won‘t dürfen sich die Fans nun wieder auf die gewohnten Sounds des Quartetts freuen. Zur Band selbst muss ja eigentlich nicht mehr viel gesagt werden. Denn seit ihrer Debüt-EP The Glory im Jahr 2003 versorgen uns die sympathischen Pop-Punker aus Worcester, Massachusetts, in schöner Regelmäßigkeit mit neuem Material und zählen so mittlerweile zu Recht zu den wohl bekanntesten Vertretern ihres Genres.
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Worauf man sich musikalisch einstellen darf, lassen bereits die beiden Vorab-Singles Talking myself in circles und der Titelsong Brain pain erahnen. Und zwar, dass die Jungs mehr als reinen Pop-Punk zu bieten haben. Eine Erkenntnis, die sie für mich bereits auf ihren diversen Vorgänger-Alben mehrfach unter Beweis gestellt haben. Auch wenn sich die Songs größtenteils im gewohnten Mix aus poppigen Punk-Strukturen und härter daher kommenden Hardcore-Parts bewegen, verleihen die vielen kleinen Spielereien und teilweise sogar brachialen Songparts ihnen dennoch die nötige Abwechslung und Eingängigkeit.
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So führt der Opener It’s cool nahezu hymnisch ins neue Werk ein und steigert sich allmählich zu einem bissig nach vorne preschenden, fast metalligen Sound. Und auch die weiteren Songs auf Brain pain zeigen, dass Four year strong sich mittlerweile vom klassischen Pop-Punk Sound der Genrekollegen wie Man Overboard oder New Found Glory gelöst haben und ihren ganz eigenen Weg gehen. Das mag für Fans der ersten Stunde vielleicht nicht immer, dass sein, was sie sich erhofft haben, verschafft der Band aber ihr Alleinstellungsmerkmal in einem sonst nur wenig innovativen Genre.
Tracklist
- It’s cool
- Get out of my head
- Crazy pills
- Talking myself in circles
- Lear nto love the lie
- Brain pain
- Mouth full of dirt
- Seventeen
- Be good when I’m gone
- The worst part about me
- Usefully useless
- Young at heart