Die Post-Hardcore Band Omsorg aus Aalborg, Dänemark, veröffentlicht am 17. Mai 2024 ihre EP Echoes. Darauf knüpfen sie an den Sound ihres Albums Moments, Movements aus 2023 an. Sie spielen eine frische, gelungene Mischung aus emotionalem Post-Hardcore und Ambient Sound. Omsorg ist rau, ehrlich und laut. Die Text sind sehr persönlich, ungeschönt und nachdenklich.
Die Band experimentiert gern mit Sound. Gesang, Klagen und Schreien verweben sich mit der verspielten Klangkulisse zu einem spannenden Hörerlebnis. Es ist ein lebendiges Zusammenspiel des Trios mit warmer und druckvoller Stimmung.

Ich habe Omsorg 2023 in Kopenhagen (bzw. Christiania) als Support von Riverhead das erste Mal wahrgenommen und live gesehen. Die Band spielt so intensiv und mitreißend, dass man sich besonders live in den Sound und die Emotionen fallen lassen kann. Zuhören wirkt fast schon hypnotisch. Echoes haben sie mit Produzent Jacob Bredahl (Lifesick, Eyes) auch wieder live im Studio eingespielt, was den Songs eine besondere Lebendigkeit und Dynamik mitgibt.
Post-Hardcore mit nachdenklichen Texten
Auf den vier Stücken der neuen EP bleiben Omsorg ihrem Stil treu und liefern soliden verspielten Post-Hardcore mit nachdenklichen Texten ab. Echoes behandelt die Thematik, dass das Leben auch aus Wiederholungen besteht – und nicht immer zum Besseren, wenn es sich dabei um Wiederholungen von zerstörerischen Mustern handelt, trotz aller guten Absichten. Es geht um Frust, jemanden sich selbst zerstören zu sehen und dem Gefühl, am Rand zu stehen, ohne etwas oder genug tun zu können. So laut zu schreien, wie man kann, ohne gehört zu werden. Ein Schrei, der auch ein Ausdruck von Sehnsucht und der Suche nach Liebe ist. Ich finde diesen inhaltlichen Ansatz haben sie perfekt passend in eine intensive und eindringliche Soundkulisse umgewandelt.
Tracklist
- Resurgence
- Echoes
- Modern Misery
- Every Day Is A Different Dose